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Dem Tod sehr Nahe !

Hallo liebe Freunde!

Tut mir leid das ich die letzten Wochen nicht geschrieben habe aber ich musste mein Leben erstmal wieder selbst in den Griff bekommen. Die letzten Wochen sind einfach nur so an mir vorbei gerast ohne das ich irgendwas davon mit bekommen habe. Ich führte ein Leben mit Tunnelblick, nein ... Ich würde es eher als das Leben durch jemand anderes Augen beschreiben. Ich habe mich sehr viel mit mir selbst beschäftigt und habe mich so sehr in die letzte Ecke meines Kopfes zurückgezogen, dass ich nicht gemerkt habe wie die Zeit verging. Ich leide im Moment sehr unter dem Dauerstress den ich hatte und der auch noch auf mich zu kommt. Ich habe mein Leben, wie gesagt, durch die Augen eines anderen wahrgenommen und hatte nicht das Gefühl, dass es meine eigenen sind. 

Außerdem hatte und habe ich viel auf der Gefühlsebene an Schlachten, die es zu schlagen gibt. Ich fühle mich im Moment sehr einsam und ziehe mich deshalb noch mehr zurück. Meine Musik, die mir sonst so viel gibt, kann mir auch nichts mehr geben. Das einzige was bleibt ist die Leidenschaft für Trecker. Habe gestern auch wieder einen Trecker vor die Tür gestellt bekommen den ich fertig machen soll für dem TÜV und ich habe sofort angefangen. Es sind zwar nur Kleinigkeiten aber das Öl und der Dreck an den Händen lassen mich wieder ich sein. 

Wir waren letzte Woche auf einem Lehrgang und mussten dort Motoren etc. auseinander nehmen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht nur bin ich für das Internatsleben nicht geschaffen. Ich kann mein Bild als "coole Schrauberbraut" nicht lange halten und es fällt mir immer schwerer "Normal" zu sein. Das Ende vom Lied war, dass ich Mittwoch Nacht, kurz vorm zu Bett gehen, zusammen gebrochen bin. Ich wollte mir grade die Zähne putzen als es bei mir schwarz wurde. Als der Nachtwächter mich fand lag ich gegen die Badezimmertür gelehnt im Schneidersitz auf dem Boden und hatte meinen Finger im Mund. Ein Grausames Bild muss das gewesen sein. Jedenfalls war es einfach eine Physische Reaktion auf den Psychischen Stress. Ich habe mich bis jetzt immer noch nicht davon erholt. Außerdem sind meine Kräfte am Ende aber innerlich bin ich wild wie eine Raubkatze. Sehr gefährlich und sehr geladen, bereit jeden Augenblick loszuschnellen und dem Widersacher den Gar aus zu machen. 

Ich bin um ehrlich zu sein dem Tod näher als dem Leben. Ich habe keine Erklärung für mein momentanes Leiden und verstehe auch nicht warum ich die Welt durch andere Augen sehe bzw ich das Gefühl habe dieser Ausblick sei mir fremd !? 

Es kostet mich im moment alles so tierisch viel Kraft und ich weiß nicht wie es weiter gehen soll... 

Entschuldigt bitte dass ich erst jetzt Zeit gefunden habe aber ich denke auch mal, dass der Großteil von euch mich versteht. 

Und außerdem ist die Nähe zur Krankheit ja auch grade DAS was meinen Blog aus macht. 

Tut mir wirklich leid. Ich schreibe euch jetzt wieder regelmäßiger!

Küsschen an Euch 

 

 

Wir sind GEMEINSAM verrueckt!

16.2.15 21:14

Letzte Einträge: 16.02.2015

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