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Der Tod und seine Nähe

Aufgrund meiner Depression und meiner, manchmal lebensmüden, Einstellung habe ich mich oft mit dem Tod auseinander gesetzt.

Der Tod ist für mich nichts angsteinflößendes. Ich habe mich schon oft damit auseinander gesetzt. Ich hatte sehr viele Träume in denen entweder ich oder Menschen die mir Nahe standen gestorben sind. Es war grausam und sehr verletztend und so kam ich langsam ins Grübeln was den Tod angeht. Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Wenn ich heute nicht sterbe, dann sterbe ich morgen und wenn ich morgen nicht sterbe, dann vielleicht irgendwann. Diese Einstellung hat mir sehr viel Kraft gegeben und Mut jeden Tag zu leben, die Kleinigkeiten zu sehen und nichts zu überstürzen. Alles braucht seine Zeit und wenn meine Zeit abgelaufen ist, dann ist sie das eben. Ich setze mich auch nicht unter Druck, jetzt alles schaffen zu müssen, was ich mir für mein Leben vorgenommen habe. Ich versuche einfach jeden Tag zu leben als wäre es mein letzter. Es macht Spaß diesen Lebensstil zu haben und er ist auch nicht teuer, so wie manche immer denken. Ich mache nur das, was mir Spaß macht und das wofür ich stehe, meine Grundauffasung ausleben, jeden Tag zu genießen. Und ich genieße jeden Tag. Aber es war nicht immer so...

Vor einer gewissen Zeit verschwammen die Tage für mich nur so ineinander. Es war kein Licht am Ende des Tunnels. Ich habe für mein Leben einfach schwarz gesehen. Ich habe oft darüber nachgedacht mein Leben einfach zu beenden und habe auch schon zwei "Testläufe" unternommen um zu sehen wie es vielleicht später einmal wird. Ich nahme vermehrt Schlaftabletten ein mit denen man sprichwörtlich "einen Elefanten einschläfern konnte". Ich habe versucht mir ein Messer ins Bein zu rammen um zu spüren, wie groß der Schmerz ist, aber ich habe mich nie getraut es wirklich zutun...

Es gab für mich nur noch einen Gedanken "Wie schnell komme ich hier raus und was kann ich tun um meinem Leid ein Ende zu setzen?". Doch dann kam die Wende. Ich habe mit meinem damaligen Freund den Film "In meinem Himmel" geschaut und das war es, was ich brauchte um die Augen zu öffnen. Es ging in dem Film um eine Mädchen, das ermordet worden war und nun in der Zwischenwelt "lebte". Sie konnte sehen, wie ihre Familie trauerte und wie verzweifelt sie waren und da kamen bei mir die Gedanken ins rollen, wie meine Familie wohl reagieren würde. Als der Film dann vorbei war weinte ich. Ich weinte sehr stark und sehr lang. Ich war total verzweifelt und entsetzt. Ich hatte tatsächlich darüber nachgedacht meine Familie im Stich zu lassen. Es war der Horror, diese Gefühl...

Und ich dachte sehr viel über den Tod und seine Folgen nach.

Meine Vorstellung von dem Tod gleicht einer Sommernacht. Schön warm und klar und alles steht einfach einen Moment still. Ein voller und heller Mond wartet auf mich und schaut mich erwartungsvoll an. Mir scheint es, als ob er nur auf mich warten würde. Alles ist vollkommen still und eine wohlige Wärme überkommt mich. Ich fühle mich schwerelos, sorgenfrei und glücklich.

Nichts ist vollendent, nichts bis auf den Tod. Aber ich stelle ihn mir als etwas Schönes vor und das nimmt mir die Angst. 

"Willst du das Leben genießen, dann richte dich auf den Tod ein." - Das ist meine Devise.

Sterben hin oder her. Ich habe keine Angst und ich denke auch, dass diese Furchtlosigkeit vor dem Ende des Lebens mich so lebensfroh macht, denn ich zerbreche mir den Kopf darüber wann ich sterbe, sondern sage, dass es zum Leben dazu gehört. Wir können es sowieso nicht verhindern.

Also, 

Warum nicht anfangen zu leben ohne Furcht? 

Warum nicht jeden Tag genießen, als ob es der letzte wäre?

Es öffnet einem die Augen zur Wirklichkeit, zur Realität. 

Es ist ein Ausbruch aus einer Traumwelt und ein Durchbruch in ein bodenständiges Leben!

Du kannst das auch: das Leben genießen!
Wir können es auch und wir können es gemeinsam, denn 

 

 

Wir sind GEMEINSAM verrueckt!

28.1.15 13:43

Letzte Einträge: Dem Tod sehr Nahe !, 16.02.2015

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


dunkelumrandet / Website (28.1.15 18:05)
Nein, bitte denk so nicht!
Zwar muss jeder mal streben und es ist eigentlich auch was ganz natürliches, wenn man es "nett" ausdrücken will, aber versuche dir doch nicht den Tod schön zu reden?
Ich selbst denke auch oft darüber nach und versteh dich auch gut in dem was du sagst. Aber dennoch ist für mich der Tod nicht nur eine Sache, es ist die "letzte" Sache, um genau zu sagen. Du meintest, du stellst ihn dir schön vor, und was wenn es genau das Gegenteil ist?
Wenn du einsehen musst, dass es ein Fehler war?
Wenn du siehst, dass doch alle um dich trauern, vielleicht auch Leute die dich nicht so gut kennen?
Wenn du nichts mehr empfindest, mag vielleicht gut sein, aber ist Freude und Liebe nicht angenehm?
Sei einfach so lebensfroh wie du bist, genieße es du zu sein, und mach auch lebensmüde Sachen, aber lächle den Tod nicht an und sehe ihn so.
Drück dich ganz fest


(28.1.15 20:42)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Tod immer in deiner ist auch dann wenn du dich von allen verlassen fühlst. Ich habe bis jetzt zwei mal mit dem Tod "geflirtet" wenn du so willst und es ist auch für mich die letzte Sache die ich machen würde, also einen suizid begehen. Aber ich sehe es gelassen, denn erst so kann ich das Leben genießen. Es mag makaber sein aber es war für mich ein großer Schritt den Tod zu akzeptieren. Liebe und Freude sind sehr angenehm und es ist auch das was mich am Leben erhält, neben der Hoffnung. Ich lächle den Tod an, weil es in der Bibel heißt, man soll auch seine Feinde lieben. Ich bin zwar nicht der Typ Mensch der regelmäßig in die Kirche geht aber irgendwie glaube ich an Gott und bete auch wenn ich fragen habe oder es mir schlecht geht.
Aber genau die Leute die um mich trauern halten mich hier auf der Welt. Ich sehe den Tod nicht als schlimm an. Es ist für mich natürlich und mein Leben fällt mir leichter in dem ich meine Furcht besiegt habe. Ich mein ich habe Respekt vor dem Tod und habe Ehrfurcht vor dem Tod aber Angst? Um ehrlich zu sein nicht.
Es war ein sehr großer Fehler über den Tod nach zu denken bzw. Drüber nachzudenken mich umzubringen aber ich habe diese Ansicht und gehe damit auch vernünftig um. Der Tod ist für mich kein tabu. Ich weiß auch nicht warum aber es ist eben meine Auffassung, so komisch und schrecklich sie auch sein mag..
Drück dich!


Marcel (29.1.15 07:51)
Sterben kann man heute, sterben kann man morgen, kümmer dich ums Leben und mach dir keine Sorgen. Das ist doch was völlig normales, warum soll man Angst vor dem Tod haben ? Vor einem schmerzhaften, langen Tod, ja das sehe ich ein. Aber ansonsten enden wir alle irgendwann, der eine früher, der andere später. Das zu akzeptieren macht das Leben leichter, ob das Ende allerdings schön ist, naja...das wage ich zu bezweifeln...
Wenn der Tod schön sein soll, das müsste es für jeden Menschen die Geburt auch sein...aber nein...kann mich nicht erinnern. Und Glück bieten nur Momente, die andauern, der Tod ist nur ein kurzer Augenblick, ein flackern und Ende. Da ist nichts schönes dran was glücklich macht, das ist wie Licht ausschalten, einfach nur Dunkelheit.


(29.1.15 14:19)
Es macht mich ja auch nicht glücklich an den Tod zu denken. Ich kümmere mich da einfach nicht drum, weil ich, was den Tod angeht, das eigentlich ziemlich locker sehe.

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